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Mexiko Stadt aus der ganz speziellen Sicht des bekannten Fotokünstlers Kellner. Mit seiner einzigartigen Diastreifen-Collagetechnik entstehen faszinierende Meisterwerke. Wie das menschliche Sehen funktioniert wird besser von einer der zusammengesetzten Fotografien Thomas Kellners modeliert, als von einem Gemälde Johann Moritz Rugendas (1803-1858), ein deutscher Reisender, der Mexiko um das Jahr 1832 bereiste.



Diese Behauptung beruht nicht auf dem Unterscheid zwischen den beiden Medien, sondern zwischen diesen und dem menschlichen Sehen. Die fotografische Kamera ist ein irreführendes Modell für das menschliche Sehen, wie auch umgekehrt. Es ist eine durch unser synthetisierendes Gehirn generierte Illusion, dass das menschliche Sehen eine ganze Szene in einem einfängt, wie dies eine fotografische Kamera tut. Indem in jedem Moment rasche Abtastvorgänge der Augen aufsummiert werden, die auf kleinen Ausschnitte des visuellen Feldes fixiert sind, konstruiert das Gehirn viel eher eine Szene, welche nie wirklich vorhält, sondern ununterbrochen rekonstruiert wird, während wir den Fokalpunkt unserer Aufmerksamkeit schweifen lassen.



Die Technik des Bildkomponierens mit multiplen fotografischen Abbildungen, wie sie Kellner seit 1997 anwendet, um uns die am meisten ikonischen Architekturwerke der Welt - von Stonehenge zu Teotihuacán - neu sehen zu lassen, kommt diesen visuellen Prozess nahe.

ISBN:
9783942831215

Publication date:
9. November 2012

Editor:
Oliver Seltmann

Author:

Photography:
Thomas Kellner

Art Direction:

Design:

Texts:

Dimensions:
21 cm x 29,7 cm

Pages:
80

Processing:

English